Wer im November Sonne statt Nieselregen möchte, muss Europa nicht verlassen. Besonders die Kanaren, Madeira, Zypern und Malta bieten noch milde bis warme Tage, allerdings mit deutlichen Unterschieden bei Badebedingungen, Regenrisiko und Flugzeit. Ich zeige, welche Ziele sich für Strandurlaub, Aktivferien oder einen entspannten Städtetrip wirklich eignen und worauf man bei der Planung achten sollte.
Die besten Chancen auf Wärme liegen an Europas südlichen Inseln
- Kanaren: meist 22 bis 25 °C am Tag und die zuverlässigste Wahl für Sonne.
- Madeira: etwa 19 bis 23 °C, ideal für Wandern und Naturerlebnisse.
- Zypern und Malta: rund 20 bis 24 °C, gute Kombination aus Meer, Kultur und kurzen Wegen.
- Andalusien und Algarve: häufig 18 bis 22 °C, aber wechselhafter als die Inselziele.
- Baden: auf den Kanaren, Malta und Zypern noch möglich, das Meer bleibt jedoch erfrischend.

Wo es im November in Europa am wärmsten ist
Die klarste Antwort lautet Kanarische Inseln. Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote erreichen im November häufig Tageshöchstwerte zwischen 22 und 25 °C. Dazu kommen je nach Insel etwa sechs bis sieben Sonnenstunden täglich. Das fühlt sich nicht überall wie Hochsommer an, reicht aber oft für T-Shirt-Wetter, Wanderungen und einige Stunden am Strand.
Die Kanaren liegen deutlich südlicher als das europäische Festland. Genau das macht ihren Vorteil aus. Auch das Meer bleibt mit ungefähr 21 bis 23 °C vergleichsweise mild, wobei Wind und persönliches Temperaturempfinden eine große Rolle spielen. Für einen klassischen Badeurlaub würde ich eine windgeschützte Südküste bevorzugen.
| Reiseziel | Tagestemperatur im November | Meerestemperatur | Besonders geeignet für |
|---|---|---|---|
| Kanarische Inseln | 22 bis 25 °C | etwa 21 bis 23 °C | Sonne, Strand, Wandern |
| Madeira | 19 bis 23 °C | etwa 21 °C | Natur, Wandern, Rundreisen |
| Zypern | 21 bis 24 °C | etwa 21 bis 23 °C | Strand und Kultur |
| Malta | 20 bis 23 °C | etwa 21 bis 22 °C | Städtereisen und Baden |
| Andalusien | 18 bis 22 °C | etwa 18 bis 20 °C | Rundreisen und Aktivurlaub |
Die Werte sind klimatische Richtwerte, keine Wettergarantie. Ein warmer Novembertag kann auf dem Papier 24 °C versprechen, während Wind, Wolken oder ein Regenschauer den Tag deutlich kühler wirken lassen.
Kanaren, Madeira oder Zypern passend zum Reisetyp auswählen
Kanaren für möglichst viel Sonne
Für einen unkomplizierten Sonnenurlaub sind die Kanaren meine erste Wahl. Gran Canaria und Teneriffa bieten eine große Auswahl an Hotels, Stränden und Ausflügen. Fuerteventura eignet sich besonders für lange Strände und Wassersport, während Lanzarote mit Vulkanlandschaften und kurzen Ausflugswegen punktet.
Wer Wärme sucht, sollte auf die Lage achten. Die Südseiten von Teneriffa und Gran Canaria sind meist trockener und sonniger als die grüneren Nordküsten. Fuerteventura kann selbst bei Sonnenschein kräftigen Wind haben, weshalb eine leichte Jacke ins Gepäck gehört.
Madeira für aktive Reisende
Madeira ist im November weniger ein klassisches Badeziel als ein hervorragendes Ziel für Wanderungen, Aussichtspunkte und Naturerlebnisse. Die Temperaturen bleiben mild, und die Insel ist ganzjährig grün. An der Südküste ist es oft freundlicher, während die Berge und die Nordküste deutlich wolkenreicher und feuchter sein können.
Ich würde Madeira wählen, wenn mir Landschaft wichtiger ist als tägliches Sonnenbaden. Für Wanderungen sollte man feste Schuhe, eine dünne Regenjacke und flexible Tagesplanung einplanen. Das Wetter kann sich auf kurzer Strecke stark verändern.
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Zypern für die längste mediterrane Wärme
Zypern gehört zu den besten Festland-nahen Optionen. An der Südküste rund um Limassol, Larnaka oder Paphos sind im November oft noch über 20 °C möglich. Das Meer bleibt relativ warm, und historische Orte wie Paphos, Nikosia oder die antiken Stätten lassen sich außerhalb der Sommerhitze angenehmer besichtigen.
Im Vergleich zu den Kanaren ist das Wetter etwas wechselhafter. Dafür wirkt Zypern kulturell vielseitiger und eignet sich gut für eine Kombination aus Mietwagenrundreise, Strandtagen und Restaurantbesuchen. In höheren Lagen kann es deutlich kühler sein.
Malta, Andalusien und Algarve bieten milde Alternativen
Malta erreicht im November häufig 20 bis 23 °C. Die Insel ist kompakt, sodass sich Valletta, Mdina, die Drei Städte und verschiedene Küstenabschnitte gut verbinden lassen. Das Meer ist mit ungefähr 21 bis 22 °C noch badetauglich, aber nicht mit tropischen Temperaturen vergleichbar.
Malta ist besonders interessant, wenn ich Wärme mit Kultur verbinden möchte. Die Tage sind kurz genug, um viel zu unternehmen, und die sommerlichen Besuchermassen fehlen. Regenfronten können allerdings plötzlich auftreten, deshalb sollte man nicht jeden Tag ausschließlich für den Strand reservieren.
Andalusien rund um Málaga, Cádiz und Sevilla sowie die Algarve in Portugal bieten angenehme Temperaturen für Rundreisen. Tagsüber sind etwa 18 bis 22 °C realistisch. Das reicht oft für Stadtbesichtigungen, Wanderungen und Cafés im Freien, aber ein sicherer Badeurlaub ist dort im November nicht garantiert.
Der große Vorteil des europäischen Festlands liegt in der guten Erreichbarkeit und der Vielfalt. Der Nachteil ist das höhere Regenrisiko. Für mich sind Andalusien und die Algarve deshalb ideale Ziele für aktive Reisende, aber weniger geeignet, wenn jeden Tag Badewetter erwartet wird.
Was im November tatsächlich als warm gilt
Viele Reiseangebote verwenden das Wort „warm“ großzügig. Zwischen 20 °C Lufttemperatur und echtem Sommerfeeling liegt ein spürbarer Unterschied. Außerdem steht die Sonne im November tiefer, die Tage sind kürzer und der Wind kann die gefühlte Temperatur deutlich senken.
- Für Strandspaziergänge: 18 bis 20 °C reichen meist aus.
- Für T-Shirt-Wetter: etwa 21 bis 24 °C sind angenehm.
- Für regelmäßiges Baden: eine Meerestemperatur ab ungefähr 21 °C ist hilfreich.
- Für sonnensichere Urlaubstage: Kanaren und die trockeneren Küstenabschnitte sind meist verlässlicher.
So plane ich eine Novemberreise ohne falsche Erwartungen
Für die Anreise aus Deutschland liegen die Flugzeiten auf die Kanaren meist bei ungefähr 4,5 bis 5,5 Stunden. Malta und Zypern sind je nach Abflugort oft in rund zwei bis dreieinhalb Stunden erreichbar. Madeira liegt meistens bei etwa vier Stunden, wobei Direktverbindungen saisonal variieren können.
Bei der Unterkunft achte ich auf drei Punkte: beheizter Pool, windgeschützte Lage und flexible Stornierung. Gerade im November kann ein Hotel an der sonnigen Südseite deutlich angenehmer sein als eine Unterkunft wenige Kilometer entfernt in einer feuchteren oder windigeren Region.
Auch die Mobilität gehört in die Planung. Auf Malta und vielen Kanareninseln funktioniert der öffentliche Verkehr für Städte und touristische Orte gut. Für abgelegene Wanderwege oder eine Inselrundfahrt bietet sich ein Mietwagen an. Wer umweltbewusst reisen möchte, kann Flughafentransfer, Bus und Bahn gezielt kombinieren und vor Ort unnötige Einzelfahrten vermeiden.
Bei Flügen lohnt es sich, nicht nur den Ticketpreis zu vergleichen. Ein Transfer vom Flughafen, Gepäckgebühren und die Entfernung zur Unterkunft verändern die Gesamtkosten schnell. Ein organisierter Shuttle kann besonders bei später Ankunft, viel Gepäck oder mehreren Reisenden bequemer und planbarer sein.
Der beste November-Ort hängt vom Urlaubsziel ab
Wer möglichst zuverlässig Sonne und milde Wärme möchte, entscheidet sich für Teneriffa, Gran Canaria oder Fuerteventura. Für Wanderungen und intensive Naturerlebnisse ist Madeira oft überzeugender. Zypern und Malta verbinden angenehme Temperaturen mit Kultur, Gastronomie und kurzen Wegen.
Andalusien, Algarve, Kreta und Sizilien können ebenfalls schöne Novembertage bieten, verlangen aber mehr Flexibilität. Ich würde dort bewusst eine Unterkunft mit guter Lage und ein Programm wählen, das auch bei Regen funktioniert. So wird aus einem unsicheren Strandurlaub eine abwechslungsreiche Reise mit realistischen Erwartungen.
Wer im November innerhalb Europas Wärme sucht, sollte deshalb nicht nur nach der höchsten Temperatur entscheiden. Sonnenlage, Wind, Meerestemperatur, Regenrisiko und Mobilität machen in der Praxis den größeren Unterschied. Mit dieser Kombination findet sich deutlich leichter ein Ziel, das nicht nur auf dem Papier, sondern auch vor Ort angenehm ist.