Das Handy bleibt bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen normalerweise im Handgepäck, muss aber aus der Hosentasche heraus. Entscheidend ist, ob der jeweilige Kontrollbereich moderne Scanner nutzt oder das Personal elektronische Geräte separat sehen möchte. Ich zeige, wie Sie Smartphone, Powerbank und Ladegeräte richtig verstauen, wann eine Nachkontrolle möglich ist und welche Fehler unnötig Zeit kosten.
Mit wenigen Handgriffen schneller durch die Kontrolle
- Handy aus der Hosentasche nehmen und in die Gepäckwanne oder ins Handgepäck legen.
- Laptop und Tablet meist separat vorlegen, sofern das Kontrollpersonal nichts anderes anweist.
- Das Smartphone muss normalerweise nicht ausgeschaltet werden.
- Powerbanks und Ersatzakkus gehören ins Handgepäck, niemals in den aufgegebenen Koffer.
- Die Vorgaben können je nach Flughafen und Scannertechnik unterschiedlich sein.

Was mit dem Handy an der Sicherheitskontrolle passiert
Das Smartphone wird bei der Kontrolle nicht automatisch beschlagnahmt oder technisch untersucht. Es geht vor allem darum, Metallgegenstände aus den Taschen zu entfernen und das Handgepäck im Röntgen- oder CT-Scanner eindeutig prüfen zu können.
Ich lege mein Handy grundsätzlich in die Gepäckwanne oder oben in den Rucksack. Die Bundespolizei empfiehlt, Mobiltelefone, Uhren und andere Gegenstände aus den Hosentaschen zu nehmen. Je nach Flughafen kann das Telefon gemeinsam mit der Jacke kontrolliert werden oder in einer separaten Wanne liegen.
Ob das Gerät aus dem Handgepäck herausgenommen werden muss, hängt von der Technik vor Ort ab. Bei klassischen Röntgengeräten werden Laptops und größere elektronische Geräte häufig separat geprüft. Moderne CT-Scanner können den Inhalt teilweise dreidimensional analysieren, trotzdem gilt immer die Anweisung des Kontrollpersonals.
So bereiten Sie Smartphone und Handgepäck richtig vor
Am schnellsten geht es, wenn Sie das Handy nicht ganz unten zwischen Kabeln, Kosmetik und Dokumenten verstauen. Legen Sie es in ein leicht erreichbares Außenfach oder in die Jackentasche, bevor Sie die Kontrollspur betreten.
- Leeren Sie Ihre Hosentaschen vollständig.
- Legen Sie Handy, Schlüssel, Münzen und gegebenenfalls die Uhr in die bereitgestellte Wanne.
- Nehmen Sie Laptop, Tablet und große Kameras nur dann heraus, wenn die Beschilderung oder das Personal es verlangt.
- Verstauen Sie Flüssigkeiten im transparenten Beutel und legen Sie ihn separat vor.
- Gehen Sie erst durch den Personenscanner, wenn Sie dazu aufgefordert werden.
Ein häufiger Fehler ist, das Smartphone in der Hand zu behalten, weil es klein ist. Genau das kann einen Alarm auslösen oder eine zusätzliche Kontrolle verursachen. Kleine Geräte sind nicht automatisch von der Kontrolle ausgenommen, besonders wenn sie Metallteile oder eine auffällige Hülle enthalten.
Am Flughafen Hamburg wird beispielsweise ausdrücklich empfohlen, Mobiltelefone, Tablets und Kameras im Handgepäck ganz oben zu verstauen. Das ist nicht nur bequemer, sondern reduziert auch das Risiko, dass Sie in der Hektik einen wertvollen Gegenstand an der Kontrollstelle liegen lassen.
Muss das Handy ausgeschaltet oder entsperrt werden
Für die normale Sicherheitskontrolle müssen Sie das Smartphone in Deutschland üblicherweise nicht ausschalten und nicht entsperren. Die Kontrolle richtet sich auf das Gerät als Gegenstand und auf mögliche Sicherheitsrisiken, nicht auf Ihre privaten Nachrichten, Fotos oder Apps.
In einzelnen Situationen kann das Personal Sie auffordern, ein elektronisches Gerät einzuschalten. Damit soll geprüft werden, ob es tatsächlich funktioniert und kein anderer Gegenstand als Telefon oder Laptop getarnt wurde. Die Bundespolizei weist darauf hin, dass auch ein Wischtest auf Sprengstoffspuren möglich ist.
Ist der Akku leer, kann eine Kontrolle dadurch länger dauern. Einige Kontrollstellen bieten Steckdosen zum Einschalten von Geräten an, darauf sollten Sie sich aber nicht verlassen. Ich lade mein Handy vor der Abfahrt ausreichend und nehme bei längeren Reisen eine geeignete Powerbank mit.
Auch der Körperscanner erzeugt in Deutschland kein klassisches Körperbild. Nach Angaben der Bundespolizei arbeitet die zugelassene Technik mit nichtionisierender Strahlung, zeigt nur eine schematische Darstellung und speichert keine Aufnahmen. Wer den Sicherheitsscanner nicht nutzen möchte, kann grundsätzlich um eine manuelle Kontrolle bitten.
Handy, Powerbank und Akkus im Flugzeug
Die Sicherheitskontrolle ist nur ein Teil der Regeln. Für den Transport ist vor allem der Lithium-Ionen-Akku wichtig, der in Smartphones, Tablets und vielen Kameras steckt. Wegen der möglichen Brandgefahr gehören tragbare elektronische Geräte vorzugsweise ins Handgepäck, wo ein Zwischenfall schneller bemerkt werden kann.
| Gegenstand | Empfohlener Transport | Worauf Sie achten sollten |
|---|---|---|
| Smartphone | Handgepäck | Vor Beschädigung und unbeabsichtigtem Einschalten schützen |
| Powerbank | Handgepäck | Nicht in den aufgegebenen Koffer legen, Kontakte vor Kurzschluss schützen |
| Ersatzakku | Handgepäck | Einzeln verpacken und vor Metallkontakt schützen |
| Ladegerät und Kabel | Handgepäck oder Aufgabegepäck | Ordentlich bündeln, damit eine Nachkontrolle schnell möglich ist |
Powerbanks dürfen grundsätzlich nicht in den aufgegebenen Koffer. Ihre genauen Leistungsgrenzen und zusätzliche Vorgaben legt die jeweilige Fluggesellschaft fest. Ein beschädigter, aufgeblähter oder ungewöhnlich heißer Akku gehört nicht ins Fluggepäck, auch wenn das Gerät ansonsten noch funktioniert.
Die EASA empfiehlt, elektronische Geräte mit Lithium-Akku in der Kabine mitzunehmen. Für die Reiseorganisation bedeutet das etwas weniger Platz im Koffer, erhöht aber die Sicherheit und verhindert Probleme bei der Gepäckaufgabe.
Was bei einer Nachkontrolle mit dem Handy passiert
Ein Alarm bedeutet nicht automatisch, dass mit Ihrem Smartphone etwas nicht stimmt. Ursachen können eine dicke Schutzhülle, ein Metallring, weitere Gegenstände in der Wanne oder ein nicht eindeutig sichtbarer Bereich im Gepäck sein. Das Personal kann das Gerät dann separat röntgen oder von Hand prüfen.
Bleiben Sie in dieser Situation ruhig und folgen Sie den Anweisungen. Öffnen Sie die Tasche selbst erst, wenn Sie darum gebeten werden, und nehmen Sie keine Gegenstände eigenständig vom Kontrollplatz. Eine zusätzliche Prüfung dauert oft nur wenige Minuten, kann bei einem sehr voll gepackten Rucksack aber deutlich länger ausfallen.
Besondere Geräte wie medizinische Elektronik, größere Kameras oder mehrere Smartphones sollten Sie von Anfang an so packen, dass sie schnell vorgelegt werden können. Bei medizinischen Geräten ist es sinnvoll, notwendige Unterlagen oder eine ärztliche Bescheinigung griffbereit zu haben, falls Rückfragen entstehen.
Diese Fehler kosten an der Kontrollspur unnötig Zeit
Viele Verzögerungen entstehen nicht durch komplizierte Regeln, sondern durch schlechte Vorbereitung. Besonders ungünstig ist ein Handgepäckstück, in dem Powerbank, Laptop, Flüssigkeitsbeutel und Kabel übereinander liegen und erst mühsam herausgesucht werden müssen.
- Das Handy in der Hosentasche lassen.
- Eine Powerbank im aufgegebenen Koffer verstauen.
- Flüssigkeiten und Elektronik ganz unten im Rucksack verpacken.
- Eine dicke Handyhülle oder ein Zubehörteil erst nach dem Alarm erklären.
- Nach der Kontrolle sofort weggehen, ohne die Gepäckwanne vollständig zu prüfen.
Ich plane für die Sicherheitskontrolle lieber ein paar Minuten Reserve ein, statt mich auf die kürzeste theoretische Wartezeit zu verlassen. Die Bundespolizei nennt je nach Flughafen unterschiedliche Empfehlungen und rät an mehreren großen deutschen Flughäfen, deutlich vor dem Abflug an der Kontrolle zu sein. Die Hinweise des konkreten Flughafens sind deshalb wichtiger als allgemeine Erfahrungswerte.
Ein kleiner Ablauf, der sich vor jedem Flug bewährt
Packen Sie das Handy, die Powerbank und wichtige Dokumente in ein gut zugängliches Fach. Kurz vor der Wanne leeren Sie Ihre Taschen, ziehen Jacke und gegebenenfalls Gürtel aus und achten darauf, welche Gegenstände laut Personal separat auf das Band müssen.
Nach dem Scanner bleiben Sie in der Nähe und nehmen Ihre Sachen erst vollständig an sich. Gerade bei kleinen elektronischen Geräten passiert es schnell, dass ein Smartphone oder Kopfhörer in einer fremden Wanne liegen bleibt. Ein kurzer Kontrollblick vor dem Weitergehen schützt hier besser als jede App oder technische Neuerung.
Die wichtigste Regel lautet daher schlicht: Handy aus der Tasche, Elektronik griffbereit, Powerbank ins Handgepäck und immer den Anweisungen vor Ort folgen. So bleibt die Sicherheitskontrolle planbar, auch wenn sich die Abläufe zwischen deutschen Flughäfen unterscheiden.